Ernst-Penzoldt-Mittelschule

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Auf Waldpfaden anstatt im Klassenzimmer

Drei Tage im Oktober waren die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8m mit ihrer Klassenlehrerin Frau Schiegl, Frau Krömer und Herrn Teschemacher im Walderlebniszentrum Tennenlohe. Den Einstieg in das Thema Wald fanden die Jugendlichen mit Kooperationsspielen und Sinneseindrücken. Natürlich waren am ersten Tag auch Artenkenntnisse ein Thema. So entdeckten wir, dass man Blätter der Haselnuss, der Linde und der Birke essen kann und dass die Knospen auch nicht mal so schlecht schmecken. Ganz Mutige probierten sogar die Blätter der Brennnessel. Am zweiten Tag lernten wir die Bedeutung des Waldes kennen und ganz erstaunlich fanden wir es, wie wichtig uns der Wald ist. Und dass wir ohne diese Lebensgemeinschaft gar nicht existieren könnten. Bietet der Wald vielen Tieren Schutz, so bietet er uns den Rohstoff Holz und natürlich ganz wichtig - Erholung .  Der Wald bietet ein Nahrungsnetz für viele Lebewesen und dabei war es uns ganz wichtig die Erkenntnis zu bekommen, dass der Borkenkäfer ein wirklich schlimmer Schädling ist. Er zerstört die Bäume so sehr, die einen ganz wichtigen Lebensraum bieten. Auch die Abhängigkeiten der Lebewesen voneinander waren eine große Erkenntnis. Am dritten Tag war das Thema Boden unser Schwerpunkt. Mit einer Bohrung von 1 m kam ein Bodenprofil zum Vorschein. Ein sehr sandiger Boden und erst in 1 m Tiefe befindet sich eine Lehmschicht. Das bedeutet, dass die Bäume nur flache Wurzeln ausbilden können und aufgrund der großen Trockenheit der letzten Sommer kippen leider viele Kiefern bei Windböen im Wald um. Hier lernten wir den Klimawandel direkt kennen.  Immer wieder entdeckten wir, dass der Wald auch Arbeitsplätze bietet. Der Waldpädagoge und Forstwirt Tobias Sauer begleitete uns drei Tage und gestaltete das Thema mit seinen Ideen und  Kenntnissen für uns sehr interessant. Am Ende durften wir noch Bäumchen auszeichnen und sägen. Wichtig dabei ist, dass die Bäume sich nicht gegenseitig das Licht wegnehmen. Dabei mussten besonders viele kleine Birken dranglauben. Die Birke kommt im Tennenloher Forst zu häufig vor und findet langfristig keinen Platz, weil erstens der Boden  zu trocken ist und sie sehr viel Wasser braucht. Insgesamt waren die Tage eine schöne Abwechslung zum Schuljahresbeginn und gleichzeitig haben wir viel gelernt.

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