Ernst-Penzoldt-Mittelschule

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Mein Besuch in der KZ-Gedenkstätte Dachau

Ich finde, dass die Exkursion in die KZ-Gedenkstätte Dachau sehr hilfreich war, sich mit dem Thema des 2.Weltkriegs und dem Nationalsozialismus besser auseinander setzen zu können.

Als war in Dachau ankamen, war die Stimmung und Spannung unter uns Schülern noch ziemlich hoch. Als wir kurz später dann aber vor dem Tor des ehemaligen Konzentrationslagers standen mit der Aufschrift „Arbeit macht frei“, wichen diese Gefühle schnell einem sehr bedrückendem Gefühl.

Zu wissen, dass in unserem Land so etwas Menschenunwürdiges und Grausames getan wurde, weckte in mir Trauer und Wut.  Menschen, die sich nur in ihrer Religion, Lebensweise, Haarfarbe oder Persönlichkeit unterschieden.

Als wir in das Wirtschaftsgebäude kamen, konnte man am Boden und an den Wänden sehen, wie alt das Gebäude war. Es strahlte etwas Bedrückendes aus und es fühlte sich für mich auf eine Art und Weise schmutzig an, dort hindurchgeführt zu werden, mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass hier einmal Menschen durchliefen, die wie Sklaven behandelt wurden.

Auch die Schlafbaracken waren für mich sehr schockierend, da diese Räume vielleicht nur ein bisschen größer waren, als mein eigenes Zimmer. Daher war es für mich unvorstellbar, dass dort gegen Ende des Krieges ca.500 Mann schlafen mussten, wenn ich mir schon manchmal denke, dass mein Zimmer zu klein sei.

Am schlimmsten waren für mich die Gaskammer und das Krematorium. Auch wenn uns erzählt wurde, dass die Gaskammer wahrscheinlich „nur“ für Versuche genutzt wurde, ist dies schlimm genug. Die Vorstellung zu wissen, dass in riesigen Lagern wie Ausschwitz, unzählige Menschen grausam ums Leben gekommen sind, ist schrecklich.

Als wir am Ende des Ausflugs noch Zeit hatten alleine rumzulaufen, sah ich mir noch den Bunker an, da wir diesen während der Führung gar nicht gesehen hatten. Dort war es dunkel und wirklich sehr gruselig. In die Zellen konnte man reinschauen, sie aber nicht betreten, weil die Türen verschlossen waren. In der Mitte des Bunkers war eine Gittertür, die verschlossen war. Dieser Teil sah am grausamsten aus, nur fahles Licht beleuchtete den Gang und es wirkte wie in einem Horrorfilm. Trotzdem hat es sich gelohnt, dort durchzulaufen.

Es war sehr spannend, sich die Gedenkstätte anzuschauen und ich bin mir sicher, dass es für die nächsten Klassen genauso aufschlussreich sein wird, wie für mich.

Eine Schülerin der Klasse 9a

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