Ernst-Penzoldt-Mittelschule

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Projekt "Interreligiöses Lernen": Besuch in Kirche und Moschee

Am Freitag, den 22. Juli 2016, besuchten 18 Schülerinnen und Schüler unserer Schule in Begleitung von Frau Neumann, Frau Schweitzer und Herrn Awad im Rahmen des Projekts "Interreligiöses Lernen in der authentischen Begegnung" eine Kirche und eine Moschee in Erlangen. Es handelt sich um eine gemischt religiöse Gruppe, bestehend aus evangelischen und muslimischen Schülerinnen und Schülern der 6. Regel- und der 5. Übergangsklasse, die in den letzten Wochen bereits einige Male gemischt unterrichtet worden waren, um die Integration der Flüchtlinge in das Schulleben zu unterstützen, das Verständnis für die jeweils andere Religion zu fördern und um Vorurteile abzubauen. Wir begannen den Vormittag mit dem Besuch der Erlöser-Kirche Am Anger, wo uns Pfarrer Grimmer ausführlich die Bestandteile einer Kirche erläutert hat, was vor allem für die Flüchtlingskinder neu war, da viele von ihnen noch nie oder erst einmal in ihrem Leben eine Kirche betreten hatten. Die evangelischen Kinder beteiligten sich mit ihrem Wissen teils aktiv an den Ausführungen von Pfarrer Grimmer. Abschließend durften wir uns die Orgel der Kirche näher anschauen, der Pfarrer hat uns etwas vorgespielt und einige durften selbst die Tasten drücken. Danach ging es zu Fuß zur Blauen Moschee Am Anger, wo wir von Herrn Alaz vom Türkischen Kulturverein eine Einführung in den Islam und eine Führung durch die Moschee bekamen. Diesmal waren die muslimischen Kinder im Vorteil und konnten mit ihrem Wissen die Erklärungen von Herrn Alaz ergänzen. Fasziniert beobachteten wir, wie vier unserer muslimischen Schüler das Begrüßungsgebet in der Moschee beteten. Die Rückmeldung der christlichen Schüler über die neue Erfahrung eines Moscheebesuchs waren durchweg positiv, alle genossen die friedliche Atmosphäre. Wir haben heute alle einiges gelernt und festgestellt, dass sich Christentum und Islam ähnlicher sind, als es auf den ersten Blick erscheinen mag. Unser Dank gilt Pfarrer Grimme und Herrn Alaz, die sich die Zeit genommen und auch unsere Fragen geduldig beantwortet haben. Danke auch Herrn Awad, der durch seine Übersetzung ins Arabische den arabischen Kindern die volle Teilhabe möglich gemacht hat.

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