Ernst-Penzoldt-Mittelschule

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Unser Besuch im Dokuzentrum

Am Montag besuchte die Klasse 8c mit Frau Schiegl und Frau Neumann im Rahmen des Geschichtsunterrichts das Dokumentationszentrum in Nürnberg.

Zuerst haben wir uns, unterstützt von Audioguides, die reguläre Ausstellung angesehen und unser Wissen aus dem Unterricht vertieft und erweitert. Besonders interessant fanden wir z.B. Originalgegenstände aus der NS-Zeit, Berichte von Jugendlichen, die erzählen, wie sie Hitler und das 3. Reich erlebt haben, originale Filmaufnahmen und die Geschichte Nürnbergs vor 1933. Nach einer Pause ging es in einem Lernlabor weiter mit dem Programm "Schule im Nationalsozialismus". An verschiedenen Stationen beschäftigten wir uns in Gruppen mit Themen und Ausstellungsstücken, die von Mittelschülern und Gymnasiasten ausgesucht und zusammengestellt worden sind. So lernten wir z.B. die Geschichte der Erlanger Schüler Erwin und Paul kennen, die während des 2. Weltkriegs vom Schulunterricht befreit und in die Nähe des Konzentrationslagers Auschwitz geschickt worden waren, um als Flakhelfer Dienst zu leisten. Tagebucheinträge von Erwin und Paul belegen, dass beide Jungen auf ihren Erkundungstouren mit dem Fahrrad bis ins KZ Ausschwitz vorgedrangen und eine Ahnung der dort stattfindenden Tötungsmaschinerie bekamen. Ein weiteres Thema im Lernlabor war die Zwangssterilisation durch die Nationalsozialisten, die unter anderem Menschen mit Erbkrankheiten, leistungsschwache Schüler, Homosexuelle und Frauen mit vielen Liebhabern zwangssterilisierten. Nachdem wir im Lernlabor eine Weile alleine tätig waren, ergänzte ein Mitarbeiter des KPZ die Informationen mit einer kurzen Führung. Die Themen im Lernlabor waren interessant, wir würden uns jedoch mehr Schüleraktivierung und eine größere Medienvielfalt wünschen. Insgesamt war es ein interessanter und lehrreicher Ausflug zum Dokumentrum, den wir anderen Klassen weiterempfehlen würden.

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