Ernst-Penzoldt-Mittelschule

BigBand

Baustein unseres Schulprofils

Die Ernst-Penzoldt-Schule wurde 1977 als Modellschule für den Ganztagesunterricht gegründet. Neben dem regulären Unterricht belegten alle Schüler AG’s.  Der Schwerpunkt lag auch schon damals auf dem sportlichen und musischen Bereichen. Ab 1985 kooperierte die Schule mit der Sing- und Musikschule Erlangen. 1997 wurde der Modellversuch beendet, die musikalischen AG’s aber blieben bestehen. Beim  Wiedereinstieg in die gebundene Ganztagesschule wurde als pädagogisches Konzept der verpflichtende Bläserklassenunterricht in den Jahrgansstufen 5 und 6 eingeführt, mit dem Ziel, ab der 7. Jahrgansstufe in der Bigband mitzuspielen. Mittlerweile spielen von den ca. 300 Schülern der Schule  80 Schüler ein Instrument.

Das Bläserklassenprojekt ist vom Gruppen-Bigbandprojekt nicht zu trennen. Beide bedingen sich. In den ersten beiden Jahren bekommen die Schülerinnen und Schüler einen fundierten Instrumentalunterricht, der es ihnen erst ermöglicht, später am Bigbandprojekt teilzunehmen.

Erlangen hat die größte Übertrittsquote ins Gymnasium und in die  RS nach Starnberg. Somit kommen unsere Schülerinnen und Schüler nach vergeblichen Übertrittsversuchen und von ihrem ehemaligen Schulumfeld aussortiert frustriert und desillusioniert in unsere MS. Hier entstand die Idee, sie durch Instrumentalunterricht, -gruppenspiel und  -auftritte in der breiten Öffentlichkeit die Möglichkeit zu geben, durch erfolgreiche Vergleiche mit ihren ehemaligen Mitschülern auf musikalischem Gebiet das Selbstwertgefühl und ein Gleichwertigkeitsgefühl zurück zu geben.

Durch das flexible Ausschöpfen aller zeitlichen und personellen Möglichkeiten des Ganztagesunterrichtes und einer Förderung durch die ortsansässige Musikschule  bekommen die Schüler der 5. und 6. Klasse bis zu vier mal in der Woche  in Klein- oder Großgruppen Instrumental-Unterricht oder Übungsstunden, erzielen auch bei teils nur mäßigen Begabungen überraschende Erfolge und können so schnell in der Big Band mitspielen. Die Eltern sind im Prinzip angehalten, an ihr Kind zu glauben und in ein Instrument zu investieren, trotzdem muss niemand auf das Instrumentalspiel verzichten, wenn die eigenen Mittel nicht reichen. Die Schule verfügt über ausreichend Leihinstrumente. Die ersten beiden Jahre lernen die Schülerinnen und Schüler nach der Yamaha-Bläserklassenmethode, Mitte des zweiten Jahres kommen dann die ersten Bigband-Stücke dazu. Ihren ersten Auftritt haben sie nach 3 Monaten beim Weihnachtskonzert. Sie üben fast ausschließlich in der Schule, in Gruppen und unter Anleitung.  Schwierige Passagen lernen sie durch extrem langsames Vor- und Nachspielen mit stetiger Temposteigerung. Ein wichtiges Hilfsmittel ist dabei der Einsatz des Computers als „Playback- und Vorspielgerät“. Am Anfang der 6.Klasse steht eine Probenwoche mit Segelkurs in Prien am Chiemsee auf dem Programm.

Ergebnisse der Arbeit

Neben zahlreichen kleineren lokalen Auftritten unserer Big Band in der Schule und den Schulen in der Umgebung wurden wir vom KM-Bayern eingeladen, in der Münchner-Allianz-Arena die  Einführung der Mittelschule musikalisch zu umrahmen, einen Schulleitertag in Dillingen in der Akademie zu eröffnen, im Maximilianeum zu spielen  und im Kultusministerium bei der Preisverleihung für unser Zertifikat aufzutreten. Wir wurden von einer großen Erlanger Baufirma regelmäßig für ihre Betriebsfeste gebucht und spielten zusammen mit gymnasialen Bigbands bei einigen Bigbandfestivals in Erlangen auf gleicher Augenhöhe. In unserer gymnasialen Nachbarschule sind wir gern gesehener Gast bei ihren Sommerfesten. Im Sommer 2013 spielten wir mit 55 Musikern zum Erlanger Bürgerfrühschoppen im Schlossgarten der Universität.

In diesem Videobeitrag können Sie unsere Big Band näher kennenlernen.